Spielen wir nur Theater?

Schluss mit dem Theater …

 

 

 

Erwartungshaltungen – Vorurteile – Klischees. Rollenbilder bestimmen unseren Alltag und unser Leben. Spielen wir alle nur Theater?

 

 

 

Bühne frei: Schwule sind weiblich und Lesben gepierct. Tadaaa.

 

 

 

Diese Rollenbilder sind an sich eigentlich gar nichts schlimmes, aber eben nur so lange sie wirklich zu uns passen! Oft verhindern diese Erwartungshaltungen und Klischees aber auch, dass man sich wirklich so verhält, wie man gern würde.

 

 

 

 

Ein Beispiel: Wenn sich ein schwuler Junge in der Schule outet, dann finden ein paar das vielleicht ganz cool … aber natürliche gehen seine Mitschülerinnen und Mitschüler automatisch dadurch, dass sie von seiner sexuellen Identität wissen, anders mit ihm um.

 

 

 

Sie beobachten genau, inwiefern sein Verhalten zu dem passt, was man von einem Schwulen erwartet. Dabei passiert es leicht, dass alltägliche Gesten, wie z.B. einem Mitschüler körperlich nahe zu kommen, dem Klischee zugeschrieben werden.

 

 

 

 

Selbst wenn dieser Junge einen anderen nur zufällig berührt, wird dies kritisch beäugt. Die Reaktion ist eine Ablehnung, weil das Rollenbild selbst abgelehnt wird.

 

 

 

 

Doch eigentlich hat sich einiges geändert - Homosexualität ist doch heute was ganz normales, wir haben doch sogar einen schwulen Außenminister, einen CSD und vieles mehr. Oder etwa nicht ?

 

 

 

Bla bla bla

 

 

 

 

Natürlich gibt es Fortschritte - sogar große …, aber das reicht noch lange nicht. Homophobe Vorurteile denen auch Jugendliche ausgeliefert sind haben sogar wieder zugenommen.

 

 

 

 

Es erregt auch nur minimale Aufregung wenn selbsternannte „Gangster-Rapper“ Schwule und Lesben auf primitivste Art und Weise verhöhnen. Man kann sich vermutlich kaum vorstellen, welche Verunsicherung und welchen Schmerz solches Dummgeschwätz bei den Betroffenen auslösen kann! Deshalb verwundert es nur wenig, dass die Suizidneigung unter homosexuellen Jugendlichen 4-mal höher ist als bei vorgeblich „normalen“ Jugendlichen.

 

 

 

 

Doch statt ernsthafte Lösungsansätze zu liefern, befasst sich unsere Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend lieber damit, die Hetze gegen Jugendliche mit Migrationshintergrund zu verstärken und Angst vor „Deutschenfeindlichkeit“ zu schüren.

 

 

 

Die Politik ist gefordert. Es geht nicht darum, einmal im Jahr ein buntes Straßenfest zu unterstützen oder einige schwule/lesbische Politiker zu präsentieren, es geht um echte Gleichberechtigung und darum die Feindseligkeiten gegenüber Queers wirklich zu beenden.

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