Politische Bildungsfahrt nach Berlin

Über unsere politische Bildungsfahrt

nach Berlin schreibt unser Genosse

Daniel Böck:

 

Im Rahmen einer politischen Informationsfahrt begab sich die Linksjugend [solid’] Augsburg vom 30.05. bis 02.06. auf eine Reise zum Augsburger MdB Alexander Süßmair nach Berlin. Zusammen mit anderen interessierten Bürgern, darunter weitere Genossinnen und Genossen der Linksjugend, erneuerte und erweiterte man sein Wissen über die Zeitgeschichte der Bundeshauptstadt und der Bundesrepublik.

Auf dem Programm stand unter anderem der Besuch des Ministeriums für Verteidigung, dem man im wahrsten Sinne des Wortes einen „Denkzettel“ hinterlassen hatte. Mitreisende klebten diesen Aufkleber an die Damentoiletten.

 

Zumal die Bundeswehr und deren Einsätze in der Linkspartei sowie in der Linksjugend im Allgemeinen kritisch beäugt werden, gestaltete sich eine konstruktive Diskussion mit dem Öffentlichkeitsreferenten (ein Soldat höheren Ranges) als schwierig. Ein Aktivist bevorzugte deshalb diese Art der Meinungsäußerung – eine Aktion, deren Sinn sicherlich diskutiert werden kann.

Weniger hitzig ging es beim Besuch des Ministeriums für Bildung und Forschung zu, wo der Referent auf polarisierende, inhaltliche Aussagen verzichte und stattdessen einen guten und objektiven Vortrag über die Arbeitsweise im Ministerium und die Herausforderungen, die unsere 16 verschiedenen Bildungssysteme mit sich bringen, abhielt.
Mit offenen Armen wurde unsere Gruppe in der kubanischen Botschaft, dem einzigen sozialistischen Örtchen Deutschlands, empfangen. Eindringlich und überzeugend brachten der kubanische Botschaftsmitarbeiter und die kubanische Landwirtschaftsreferentin die Probleme, die Land und Leute Kubas aufgrund mangelnder Handels- und Kooperationsbereitschaft vieler vom Kapitalismus gebrandmarkter Staaten beuteln, rüber – und das trotz sprachlicher Schwierigkeiten.
Schließlich wurde uns mit dem Besuch des deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude noch ein Einblick in die Arbeit der Abgeordneten und anderer Hausangestellter ermöglicht, was bei allen Beteiligten sehr gut ankam. Leider blieb es uns verwehrt, den Plenarsaal selbst zu betreten. Dies steht neben den Abgeordneten nur den Saaldienern zu. So bleibt also nur zu hoffen, dass unser Abgeordneter Alex, den wir anschließend noch mit Fragen löcherten, seinen Sitz bei der kommenden Bundestagswahl verteidigen wird - wobei er sich auf unsere Hilfe verlassen kann.

Lieber Alex, wir danken Dir und Deinen Angestellten für die Einladung zu dieser netten und durchaus informativen Fahrt und wünschen weiterhin viel Spaß und Durchhaltevermögen bei Deiner politischen Arbeit. Des Weiteren gilt unser Dank allen weiteren Verantwortlichen, die uns den Aufenthalt in Berlin ermöglicht haben sowie unseren Zimmernachbarn im Hotel, die sich als solche tapfer geschlagen haben.

Daniel Böck
Linksjugend [solid’] Augsburg

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